Physiognomie

Körper- und Gesichts-Ausdruckskunde

Mit Manfred Müller

Ich habe es studiert. Doch ich bin lange nicht so begabt wie es zum Beispiel mein Freund Manfred Müller ist. Er sieht Dich, betrachtet vielleicht nur Dein Ohr – und weiß alles über Dich. Wie ist das möglich? Weil in dieser Welt bei allem, was messbar ist, gilt, dass ein Teil für das Ganze stehen kann. Bedeutet: am Ohr kann man ablesen, wie Du als Mensch gedacht bzw. konditioniert bist. Diesen Konditionen/Bedingungen unterliegst Du. Du kommst aus Deiner Haut, aus Deiner Begrenzung, aus Deinem Muster nicht heraus. Du bist eine individuelle Fußspur Gottes und drückst es in jeder Zelle Deines Seins aus. Dein Ohr verrät es, wer Du bist. Deine Nase, Dein gesamtes Gesicht, Dein Körper sind die Manifestation eines geistigen Planes. Sie sind in ihrer Gesamterscheinung der Tempel Deiner individuellen Seele, die sich für jene offenbart, die sehen können – und vom Manifesten, vom Körper und seinen Teilen auf das dahinter liegende geistige Konzept schließen können. Damit zeigen sie den Weg auf, den wir Religio nennen: die Rückbindung zu der Erkenntnis, dass der Körper der Ausdruck für ein geistiges Verlangen ist: eine Fläche zum Erkennen, was zu offenbaren ist, damit der (Seelen-)Plan, der zur Verkörperung führte, wieder zurückgeführt wird zur Entbindung des Körperlichen hin zum Geistigen.