Manfred-Kyber-Gedächtnis

Am 21. März werde ich zum ersten Mal – in Abstimmung mit der „Manfred-Kyber-Gesellschaft e.V.“ – den „Manfred-Kyber-Gedächtnispreis“, dotiert mit 1000 Euro, verleihen. Preisträger sind das Ehepaar Karlheinz und Dorothea Dähn, die in Löwenstein in jahrelanger Arbeit das Manfred-Kyber-Museum einrichteten und damit das Andenken an diesen herausragenden deutschen Dichter und Schriftsteller auf einzigartige Weise bewahren. Die Laudatio wird die jetzige Leiterin des Museums, Frau Elvira Lohre, halten.

Wir beginnen mit einer Lesung aus dem „Roman einer Kinderseele in dieser und jener Welt“: „Die drei Lichter der kleinen Veronika“, woraus ich am Ende dieses Editorials einige uns alle berührende Zeilen zitieren werde. Nach der Feierstunde genießen wir ein schönes Menue im wegen der vorzüglichen Küche beliebten Partner-Hotel des Johanniterhofs „Schweizerhof“, um dann insbesondere auch dem Tierschützer Manfred Kyber zu gedenken, indem wir dem Vortrag der berühmten Sensitiven aus USA, Amelia Kinkade, lauschen: „Sprechen Sie mit Ihren Tieren“. Sie wird das Thema aufnehmen, das Manfred Kyber wie folgt beschrieb:

„Tiere haben ihre Komik und ihre Tragik wie wir. Sie sind voller Ähnlichkeit und Wechselbeziehung. Die Menschen glauben meist, zwischen ihnen und den Tieren sei ein Abgrund. Es ist nur eine Stufe im Rade des Lebens. Denn alle sind wir Kinder einer Einheit. Um die Natur zu erkennen, muss man ihre Geschöpfe verstehen. Um ein Geschöpf zu verstehen, muss man in ihm den Bruder sehen.“

Wenn Sie dann über Nacht bleiben, klingen in Ihnen die Dichter-Worte nach: „Und wenn die goldnen Sterne stehn und scheint der Mond dazu, dann müssen alle schlafen gehn: die Welt und ich und du. Und schläfst du ein und hast du kaum die Augen zugemacht, dann schenkt dir einen lieben Traum die Königin der Nacht.“

Lassen Sie die folgenden Worte wie ein traumhaftes Geschenk in sich hinein fallen. Nehmen Sie das Gleichnishafte auf und gestalten Sie daraus Ihr künftiges Leben. Dann wird das objektiv Wahre Ihre subjektive Lebensmaxime.

„Dann lass es auch für uns alle Morgen werden, Johannes. Sieh einmal, auch ich habe es gelernt, mein Leben nur zu bejahen, indem ich alles Leben bejahe und heilige. Ich will Irreloh neu bauen, aber anders, als es war. Es soll Menschen und Tieren eine Hilfe werden, es gibt ja so viele, die Hilfe brauchen. Auch für dich und für Peter gäbe es da vieles zu tun. Wenn ich so das Leben bejahe, Johannes, willst du mir dann dabei helfen?“ „Ja, das will ich tun“, sagte Johannes Wanderer, „wir wollen zusammen die Erde umgraben für eine neue Saat, für das Jugendland der Lebenden und der Toten.“ Und er stieß den Spaten tief in die feuchte Frühlingserde.“

Damit beginnt die Geburt zu einem neuen Leben in einer neuen Welt. Gestalten Sie sie mit! Ich bringe Ihnen die „kleine Veronika“ noch ein bisschen näher. Wärmen Sie sich in dieser erleuchtenden Erkenntnis:

„Gelebt hatte die kleine Veronika im Garten der Geister. Im Haus der Schatten war sie nur halb bewusst umher gegangen. Doch nun war die Dämmerung gekommen, der Garten der Geister war im Schleier verschwunden, und das Haus der Schatten trat in ihr Bewusstsein. Das ist eine der Schwellen im menschlichen Dasein, und wir müssen sie alle überschreiten. Nur vergessen die Menschen das alles……

Wir alle wohnen in einem Haus der Schatten, wo wir auch sein mögen auf dieser Erde, und wir alle wandern über Stufen und Schwellen, die wir nicht sehen, die nur ein inneres Licht erleuchtet. Es ist schwer, über diese Schwellen und Stufen zu wandern, von einer Ferne zur anderen, vom Dunkel zum Licht: Dann ist Mitternacht vorüber, und es ist Morgen geworden…..“

Ist das nicht Sinn stiftend für jeden?