Werte – und das Impfen

Alles hat den Wert, den ich ihm gebe. Es ist eine individuelle Angelegenheit, was man für wertvoll hält. Dies gilt beim Tauschhandel wie bei jeder Art von Austausch zwischen Ich und Du.

Es gibt allerdings Wertmaßstäbe, denen sich das Individuum stellen muss, um in seinem jeweiligen Lebensraum Verantwortung übernehmen zu können bzw. um nicht Schaden zu nehmen.

Diese Wertmaßstäbe pendeln für den wachen Zeitgenossen zwischen „Nimm Gut und Böse zusammen, forme sie zu einer einzigen Kugel – und wirf sie weg!“ bis zu die Menschenwürde restlos ausgrenzenden staatlichen Gesetzen, die den Bürger in eine Vorstellung von Gut und Böse zwingen, die allein den machtpolitischen Eigeninteressen dienen.

Der Papst sagte vor den Vereinten Nationen: „Es ist unbegreiflich, dass Gläubige einen Teil ihrer selbst – ihren Glauben – unterdrücken müssen, um aktive Bürger zu sein. Es sollte niemals nötig sein, Gott zu verleugnen, um in den Genuss der eigenen Rechte zu kommen.“ Damit spricht er das an, was im Wertgefüge dieser Welt das Wesentliche ist:

Der Bezug auf das Über-Geordnete, auf das Transzendentale, in dem alle unterschiedlichen bürgerlichen Interessen einen gemeinsamen ethischen Zielpunkt haben. So wie es C.G. Jung treffend formuliert, wenn er sagt: Des Menschen Wert ergibt sich daraus, wie weit er sich auf etwas Höheres zu beziehen vermag.

Wenn also zwei streiten, was wohl gut und was böse sei, was wertvoll und was wertlos sei, bewegen sie sich im besten Fall bewusst auf der Basis ihrer mitgebrachten Wurzeln gesellschaftlicher, kultureller und familiärer Natur. Sie verteidigen diese Werte, machen die Errungenschaften deutlich, vergleichen und stellen jeweils einseitig die Vorteile heraus. Aus dem Pro und Contra, ggf. der Zwietracht, ergibt sich aus der Offenlegung von Wissen und Glauben über Zeit die Erkenntnis, dass im Kern Einigkeit besteht, dass beide Standpunkte, beide Wertesysteme, geschützt und gepflegt werden müssen. Einer höheren Vernunft entspricht es dann, sich auf das Wesentliche zu besinnen und sich einer Ordnung des gesunden Menschenverstandes zu unterwerfen, die zum Beispiel in den „Zehn Geboten“ oder in der „Charta der Vereinten Nationen“ zu finden ist.

Übertragen wir dies auf alle Ebenen des Seins, ist jeder Streit bezüglich des Wertes sinnvoll, wenn er zum Ziel hat, sich zu einigen. Dies setzt die Akzeptanz des Andersartigen voraus. – Meiner Erfahrung entspricht es, dass sich unter diesen Voraussetzungen gar kein Streit im üblichen Sinne mehr ergibt. Es entsteht zumindest eine gewaltfreie Kommunikation, eine Würdigung des Gegensätzlichen. Verhärtete Strukturen werden aufgeweicht, alles kommt wieder in Fluss. Das Herz denkt, der Kopf fühlt. Es geht nicht mehr um Über-Zeugungen und Überlegenheit, sondern um die Offenheit, demütig zu empfangen und damit schwanger zu gehen, was die unterschiedlichen Wertbegriffe des Anderen ausmacht. –

Sie meinen vielleicht, dies sei weltfremd, wo doch so viel Dummheit Blüten treibt und gerade jene, die Elite vertreten sollen, die genannten Wertmaßstäbe missachten? Verzweifeln Sie nicht! Auch jene, die „um das goldene Kalb“ tanzen, werden in Not kommen und aufgefordert sein, in ihrer Entwicklung vorwärts zu schreiten und sich „Höherem“ zuzuwenden – Stufe um Stufe. „Alles, was den Menschen vom Glück trennt, ist Zeit“ (Hermann Hesse) – und das Wertvolle hält sich so lange verborgen, bis der Einzelne aus tiefster Not aufschreit und fragt: Mein Gott, was nun? Dann erwacht das Bedürfnis, „hinter die Kulissen schauen“ zu wollen, den verborgenen Sinn zu begreifen. –

Zum Schluss möchte ich Ihnen ein konkretes Beispiel eines einseitigen Werte-Verständnisses vermitteln, das beherzt aufgenommen und verantwortlich behandelt werden will:

Meine Kinder sind nicht geimpft. Dies wird von im Laufe ihres Lebens damit konfrontierten Lehrern und Ärzten als verantwortungslos und im Extrem sogar als sträflicher Leichtsinn und absolut fahrlässig bezeichnet. – Ich habe guten Grund für die Verweigerung der „empfohlenen“ Impfungen entsprechend der individuell gemachten Erfahrungen (teils irreparable Impfschäden bei einem Bekannten und einem Verwandten). Im Austausch mit den Kritikern und Anklägern stelle ich immer wieder fest, dass sie nichts über Impfungen wissen, außer, dass sie die Behauptungen zur Wirksamkeit der Impfungen der am Absatz der Impfstoffe interessierten Pharma-Industrie, gestützt von der politischen Lobby, als gesichert annehmen.

So stellt sich die Frage: Welcher Weg führt zum Wissen und zu einer respektvolleren und neutraleren Behandlung von Impfgegnern und Impfbefürwortern?

Dazu lasse ich den Spezialisten Hans U.P. Tolzin zu Wort kommen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, mit seinem „Impfreport“ eine Brücke zu bauen (www.impf-report.de, Tel. 0711-79413191):

„Eine Impfung soll uns vor Krankheiten schützen, uns und unseren Familienangehörigen unnötiges Leid und Tod ersparen. Darüber hinaus sollen sie berufliche Ausfallzeiten vermindern und Kosten im medizinischen und im ökonomischen Bereich senken. Eine garantierte hundertprozentige Wirksamkeit, so hören wir von den Behörden, gibt es nicht. Treten „Impfdurchbrüche“ oder so genannte „Impfversager“ auf, so liege das in der Regel an den Betroffenen selbst bzw. deren Unfähigkeit, Antikörper zu bilden. Eine schlüssige Erklärung für die Existenz dieser „Impfversager“ scheint es indes nicht zu geben.

In Einzelfällen kann die Bilanz sogar völlig negativ ausfallen, nämlich dann, wenn schwere Impfkomplikationen, Impfschäden oder sogar Todesfälle auftreten.

Dies kommt, so die Lehrmeinung, nur in vernachlässigbar wenigen Fällen vor. Was natürlich zu überprüfen wäre. Doch selbst, wenn eine schwere Impfkomplikation oder gar ein Todesfall nur ein einziges Mal unter Millionen von Geimpften aufträte, so ist zumindest für diesen einen Menschen die Wirksamkeitsbilanz negativ. Dann hat dieser Mensch einen unter Umständen hohen Preis für den erhofften kollektiven Schutz bezahlt.“

Sind die geimpften Kinder gesünder als die nicht geimpften? Wenn ich meine fünf Kinder betrachte, dann würde nach diesem Einzelbeispiel ein umgekehrter Schluss gegeben sein. – Dazu eine Statistik zu erheben, wäre spannend – erst recht, wo doch für fast alles heutzutage Statistiken angefertigt werden.

Stellen Sie sich doch einmal selbst die Frage, was Sie als Nachweis brauchen, um einen Impfstoff als wirksam anerkennen zu können. Reicht es Ihnen, wenn Ihr Hausarzt die Empfehlung gibt? Genügt es Ihnen, wenn nach der Impfung binnen eines Jahres die Krankheit, gegen die geimpft wurde, nicht auftritt?

Tatsache ist, dass in Deutschland vor ca. hundert Jahren die Cholera und der Typhus nicht aufgrund einer Impfkampagne sondern allein durch die Trennung von Trinkwasser und Abwasser verschwanden. Und das scheint mir wichtig, wenn es um eine ehrliche Beurteilung zur Sinnhaftigkeit von Impfungen geht. Es ist nämlich eine unbewiesene Hypothese, dass die großen Seuchen (auch die Kinderkrankheiten) durch Massenimpfungen erfolgreich behandelt worden wären. Die Faktoren Hygiene, sanitäre und soziale Einrichtungen, Wohnverhältnisse, Ernährung usw. spielen da mindestens eine gleichermaßen wertvolle Rolle.

Der oben zitierte Herr Tolzin, der sich schon lange um wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit von Impfungen bemüht, stellt resigniert fest: „Eine Plausibilitätsprüfung über die Wirksamkeit kann mangels sicherer Daten derzeit für keinen der bisherigen Impfstoffe positiv ausfallen.“

Da ist es meiner Meinung nach ein Kriterium höherer Vernunft, sich klar zu machen, dass Impfungen laut unseren geltenden Gesetzen Körperverletzungen sind – und es deshalb immer eine Abwägung des Individuums sein sollte, ob es die Impfung als nützlich oder zu risikoreich einstuft und danach handelt.